Vorwort

In diesem Artikel werde ich euch 9 Gründe liefern, warum CS:GO besser ist als Fußball. Tatsächlich habe ich mit einem Freund von mir nur ein kurzes Brainstorming beim Italien – England Spiel betreiben müssen, um 9 Gründe zu finden.

Ich bin mir schon jetzt mehr als sicher, dass ich bestimmt dem ein oder anderen auf den Schlips treten werde. Daher ist es mir wichtig klarzustellen, dass es in diesem Artikel nicht darum geht den Fußball schlecht zu reden, sondern die Vorteile von CS:GO gegenüber Fußball klarzumachen. Achso… nehmt den Beitrag bitte nicht allzu ernst!

Außerdem sollte ich vielleicht erwähnen, dass ich von CS:GO sowie Fußball auf professioneller Ebene ausgehe. Ich denke einfach, dass man CS:GO aber auch Fußball auf Amateurebene einfach nicht vergleichen kann und viele unten aufgeführte Gründe einfach keinen Sinn ergeben.

Ich war in meiner Kindheit und Jugend ein sehr großer Fußball Fan und hatte jede Saison eine Dauerkarte für das HKS in Magdeburg (1. FC Magdeburg). Leider kam dann die Ausbildung, neue Freunde und alles verlief relativ schnell im Sand. Na gut, Hauptsache ich kann mitreden!

Starten wir nun direkt in den Artikel und kommen wir nun direkt zu Grund Nummer eins warum CS:GO besser ist als Fußball.

Grund 1 – Keine Schwalben

Schwalben sind meiner Meinung nach zu einem großen Problem geworden im Fußball. Damit meine ich nicht nur direkte und offensichtliche Schwalben, sondern auch das permanente Geweine und die offensichtlich nicht auszuhaltenden Schmerzen bei den kleinsten Berührungen.

Die Gründe für eine Schwalbe ist klar. Man möchte einen Freistoß, Elfmeter oder eine Karte für den Gegenspieler herausholen. Nur geht das in CS:GO nicht. Das einzige, was da in etwa herankommen würde, wäre das Def-Win hunten in der 99Damage Liga oder?

Allerdings haben wir gesagt, dass es hier rein um den Profibereich gehen soll. Solche Szenen wie bei Italienspiel gegen Belgien… Ich muss ganz ehrlich sagen, inzwischen nervt es nur noch und es ist vor allem auch einfach peinlich.

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Es gibt eine minimale Berührung aber ihm fällt gefühlt das halbe Bein ab, er windet sich, er schreit vor intensiven Schmerzen und dann fällt das Tor. Ein kurzer Blick zum Linienrichter – wahrscheinlich um zu checken, ob es Abseits ist – schon gab es die Wunderheilung und er kann schön laufen und das Tor feiern.

Leider ist das aktive begehen von Schwalben keine Seltenheit mehr und hat sich über die letzten Jahre immer mehr intensiviert. Zum Glück ist sowas bei CS:GO nicht möglich!

Grund 2 – Kein Menschenhandel

Extrem hohe Ablösesummen sowie unglaubliche Gehälter sind im Fußball etwas Normales. Allerdings hat das für mich nichts mehr mit dem Sport an sich zu tun. Das ist für mich einfach nur noch Menschenhandel.

Im Jahr 2020 wo es schon Corona gab und die Spieler günstiger waren als noch im Jahr zuvor, wurden mehr als 5,6 Milliarden US-Dollar für internationale Transfers im Profifußball ausgegeben. Das ist in etwa die Summe des Bruttoinlandsprodukts der Stadt Mülheim an der Ruhr.

Bei Spielerpreisen von 100 Millionen bis inzwischen über 200 Millionen Euro für einen Spieler, kann ich einfach nur von Menschenhandel sprechen. Du als Spieler musst oder ziehst freiwillig in eine andere Stadt, oftmals in ein anderes Land.

Du hast deine Frau, dein Kind oder mehrere Kinder, die sich an diese Situation gewöhnen müssen. Andere Kultur, andere Sprache, andere Schule, keine Freunde und vieles mehr. Mir kann niemand erzählen, dass das die Familie nicht belastet.

Die Ablösesummen in CS:GO sind zwar inzwischen schon gestiegen, aber ein Witz, wenn man sie mit Fußball vergleicht. Der damalige Transfer von NiKo von mousesports zum FaZe Clan war 500.000 US-Dollar wert. Der aktuelle Transfer des Spielers zu G2 wird wahrscheinlich noch viel teurer gewesen sein.

873.960,74 Euro (aktueller Wechselkurs 15.07.21) oder 6,5 Millionen Dänische Kronen soll der Transfer von device von Astralis zu NIP gekostet haben. Auch die Gehälter haben ordentlich zugenommen, sind aber im Vergleich zum Fußball nur ein Witz.

Grund 3 – Niedrige Ticketpreise

Niedrige Ticketpreise resultieren zum Teil aus den noch relativ günstigen Gehältern und Ablösesummen der Spieler und Teams. Während es wie im Fußball natürlich unterschiedliche Preise gibt, sind diese im Vergleich der gebotenen Leistung wesentlich günstiger.

Nehmen wir als Beispiel die Euro 2020! Für einen etwa zweistündigen Aufenthalt im Stadion bezahlte man in der Gruppenphase in den meisten Fällen 50,00 €. Dort ist nur der Eintritt eingerechnet. Für einen ganztägigen Aufenthalt bei einem CS:GO Event bezahlt man je nach Turnier sogar weniger.

Nur hat man dort noch Zugang zu Autogrammstunden und bekommt teilweise bei besseren Karten interessante Goodie Bags mit coolen Inhalten und andere Vorteile.

Grund 4 – Kein Heimspielvorteil

Heimspielvorteil ist ein Begriff den sicherlich viele Personen kennen. Es gibt tatsächlich einige Personen, die der Meinung sind, dass es diesen Vorteil gar nicht gibt, obwohl das meiner Meinung nach einfache Psychologie ist.

Vor heimischen Fans hast du logischerweise in den meisten Fällen mehr Selbstvertrauen durch die lautstarke Unterstützung, während die Auswärtsmannschaft meistens weniger Unterstützung hat.

Ich habe mir dazu sogar die Arbeit gemacht und eine kleine Tabelle erstellt, in der ich die Bundesliga Saison 2019/20 (Quelle: kicker.de) bewertet habe. Wie erwartet, gab es an der Tabellenspitze kaum eine Änderung und im oberen Mittelfeld keine Verschlechterungen. Im Mittelfeld und unteren Mittelfeld gibt es allerdings viele Verschlechterungen! Genau dort wo ich es erwartet habe. Dort wo du vielleicht am meisten auf die Fans hoffst und die Fans hinter dir brauchst, bekommst du weniger Support und schneidest im Endeffekt schlechter ab.

Bundesliga Saison 19 und 20

Dies gibt es im E-Sport von CS:GO allerdings kaum bis gar nicht. Die meisten Turniere werden online ausgetragen, sodass alle Teams die gleichen Voraussetzungen haben. Mal abgesehen von der technischen Infrastruktur, für die sie selbst verantwortlich sind.

Sollte ein Turnier offline ausgetragen werden, so gibt es natürlich einen kleinen Vorteil mit den Heimfans, allerdings ist das wirklich nur ein kleiner Vorteil und in einigen Fällen scheiden die Teams sogar frühzeitig aus oder qualifizieren sich gar nicht für die Turniere in ihren Heimatländern.

Grund 5 – Taktische Pausen

Eine taktische Pause ist ein wichtiger Baustein in vielen Sportarten. So gibt es Pausen beim American Football, Basketball, Handball, Hockeysport, Tischtennis und sicherlich noch anderen Sportarten, die mir im Moment nur nicht einfallen.

Solche Pausen sind wichtig um zum Beispiel eine Taktikanpassung vorzunehmen, Ruhe in das Spiel hereinzubringen oder andere Dinge anzusprechen. Nur gibt es das beim Fußball nicht.

Natürlich haben sich die Teams im Fußball auch ein kleines Konzept ausgedacht. So werden Taktikanpassungen beispielsweise bei Einwechslungen weitergegeben. Natürlich gibt es auch Halbzeitpausen in denen taktische Besprechungen durchgeführt werden und die Teams sich sammeln können.

Allerdings gibt es im E-Sport von Counter Strike: Global Offensive taktische Pausen, die jedes Team mehrmals ziehen kann, was ich als großen Vorteil gegenüber dem Fußball einordne. Die Anzahl der Pausen unterscheidet sich von Turnier zu Turnier. Während der vor Kurzem beendeten IEM (Intel Extreme Masters) in Köln mit 1 Million Dollar Preisgeld gab es 4 Pausen pro Team und Map.

Achso.. natürlich gibt es dann noch die etwas anderen Pausen!

Grund 6 – Zeitspiel wird anerkannt

Ein Zeitspiel ist im Fußball eine meiner Meinung nach nervige Komponente, welche zu oft ausgespielt wird. Dein Team führt mit 1:0 und es sind noch 10 Minuten zu spielen? Jeder von uns weiß wie viel Zeit man mit einer unnötigen Auswechslung, dem Überdramatisieren eines Faulspiels oder dem Verlagern des Balles von einer Seite zur anderen herausholen kann. Immer wieder von links nach rechts und von rechts nach links.

Ich bezweifle nicht das es seinen Zweck erfüllt, nervig ist es trotzdem! Das Spiel wird einfach nur noch langweilig und monoton. Eine bekannte Szene aus dem letzten Jahr ist das Zeitspiel des Torwarts von CD Leganés gegen Atlético Madrid.

Die Szene wird von DAZN mit Erwachsene Männer die sich wie Kleinkinder verhalten! absolut richtig kommentiert.

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Währenddessen ist das Zeitspiel eine wichtige Komponente von CS:GO. Durch das richtige Einsetzen von Utility kann man einen ganzen Execute für locker 5 bis 20 Sekunden blockieren. Natürlich hängt das ganz von der vorhandenen Zeit und anderen Faktoren wie HP der Gegner und mehr ab. Im Counter-Strike Wiki Fandom steht zu den Molotovs folgendes geschrieben.

It is useful both as a defensive and offensive tool. Defensively, the flames are excellent at temporarily preventing enemies from advancing to an important area (such as a bombsite, important pathways, or the hostages), or preventing enemies from rushing the player with close-ranged weaponry.

Ein kleines Beispiel in einer fiktiven Situation. Man stellt sich jetzt vor, dass man ein Counter-Terrorist auf dem Bombspot B von de_inferno ist. Die Terroristen bespielen einen Execute mit einer CT Smoke, einer Ruinesmoke, einem Newbox Molotov und einer Entryflash. Weiterhin haben sie eine weitere Smoke und einen Molotov für den Afterplant.

Die Counter-Terroristen bespielen die Situation so, dass sie den Entryweg vor der ersten Box absmoken, den Molotov Newbox mit der 2. Smoke löschen, eine Incendiary und danach eine Flash in Pool werfen.

Die Terroristen haben nun die Möglichkeit komplett blind durch die Smoke zu laufen um dann (falls sie den korrekten Entryweg nutzen) erheblichen Schaden vom Molotov zu tanken, oder abzuwarten und in zirka 20 bis 30 Sekunden einen weiteren Execute mit nur einer CT Smoke sowie einem Newbox Molotov zu bespielen, weil man nicht nochmal auf den A-Spot rotieren möchte.

Das ist ein gutes Counterplay der Spot-Verteidiger gewesen und somit hat man sehr viel Zeit rausgeholt. Zum einen kann man sich auf dem Spot neu verteilen und vielleicht ein Crossfire aufbauen und zum anderen gibt man seinen Mitspielern auf dem A-Spot die Möglichkeit nach B zu rotieren.

Grund 7 – Intensive Interaktion mit den Fans

Im Fußball gibt es meiner Meinung nach sehr wenig Interaktionen mit den Fans. Die einzigen Sachen, die mir einfallen, sind seltene Autogrammstunden zu fest vorgegebenen Zeiten und ein Torjubel, was sich aber eher an eine Kurve richtet und nicht an einen einzelnen Fan.

In CS:GO ist das schon etwas anders. Es gibt regelmäßige Autogrammstunden bei jedem Turnier, man sitzt nur wenige Meter vor den Spielern während eines Spiels, die Spieler sind intensiv auf Social Media aktiv und die meisten professionellen Spieler verbringen jeden Tag oder mehrere Tage die Woche viele Stunden mit dem Twitch-Livestreaming.

Dort haben Fans die Möglichkeit jederzeit Fragen im Chat zu stellen, oder über eine Donation bzw. einen Sub „näheren“ Kontakt zum Spieler aufzubauen. Auch wenn ein Sub eine relativ „billige“ und schnelle Methode ist, erklär mir bitte, wie schnell du es bei einem professionellen Fußballer schaffst, dass er deinen Namen vor tausenden Leuten ausspricht.

Natürlich klingt das jetzt etwas geschwollen, aber ihr wisst hoffentlich was ich meine. Mit den Profis oder auch den Organisationen der Profis von CS:GO baut man schneller und einfacher Kontakt auf als im Fußball.

Grund 8 – Kostenfreie Übertragung der Spiele

Was macht man, wenn man nicht ins Stadion gehen kann? Man guckt sich das Spiel im Fernsehen oder im Internet an. Leider wirst du nicht selten dafür bezahlen müssen. Wenn du ein Fußballspiel im Fernsehen oder im Internet schauen möchtest, wirst du einfach nicht an Sky oder DAZN vorbeikommen.

Das ist bei CS:GO komplett anders. Eigentlich kann man das sogar auf den gesamten E-Sport Bereich beziehen! Sämtliche Spiele werden kostenfrei über Twitch und/oder YouTube gestreamt. So gibt zu den meisten Turnieren einen eigenen Veranstalter mit einem oder mehreren Twitch Kanälen. So zum Beispiel die ESL, BLASTPremier oder Flashpoint.

Das ist und war immer ein Vorteil gegenüber anderen Sportarten und hoffentlich wird es auch immer so bleiben, dass die sämtliche Spiele kostenfrei übertragen und kommentiert werden.

Grund 9 – Keine Fehlentscheidungen

Kommen wir zum letzten Grund! Es gibt einfach keine Fehlentscheidungen. Wie oft kommt es vor, dass Fehlentscheidungen des Schiedsrichters oder des VAR (Video Assistant Referee) den Ausgang eines ganzen Spiels beeinflussen.

Eine wirklich legendäre Szene ist die von Jürgen Klopp, nachdem Borussia Dortmund am 17. Mai 2014 das DFB-Pokal-Finale gegen den FC Bayern verloren hat.

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Andere gravierende Fehlentscheidungen waren das Wembley-Tor, Stefan Kießlings Phantomtor oder die Hand Gottes von Diego Maradona.

So etwas ist im E-Sport von Counter Strike: Global Offensive nicht möglich! Schiedsrichter in dem Sinne gibt es nicht. Es gibt Admins, welche das Spiel überwachen. Dort wird allerdings nur sehr selten in das Spiel eingegriffen. Das bedeutet für uns, keine Fehlentscheidungen!

Fazit

Das waren 9 Gründe, warum CS:GO besser ist als Fußball. Wie bereits angemerkt, gibt bestimmt auch diverse Gründe, warum Fußball besser ist als CS:GO als E-Sport. Ich hoffe, ihr fandet diesen Beitrag unterhaltsam! Bis zum nächsten Mal – euer Maurice!