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Harry Potter und Hermine Granger haben eine ganz besondere Beziehung. Beide verbindet ein unglaublich starkes magisches Band und viele Gemeinsamkeiten. Beide sind Einzelkinder, bei Muggeln aufgewachsen und besonders berühmt.

Natürlich hört sich das erstmal nicht viel an, allerdings erkläre ich diese Beziehung im weiteren Verlaufe des Beitrages viel detaillierter. Eines kann ich aber verraten! Die Beziehung der beiden magischen Charaktere hätte sich auch anders entwickeln können.

Eine kleine Information für euch! Ich weise im Voraus darauf hin, dass hier sehr viele Dinge beschrieben sind, welche man nur wissen kann, wenn man die Bücher gelesen hat. In den Filmen ist vieles anders oder weniger detailliert dargestellt.

Eine sehr spezielle Freundschaft

Beide haben sich an ihrem ersten Tag bereits auf dem Weg nach Hogwarts im Hogwarts-Express kennengelernt. Hermine hatte damals den tollpatschigen Neville Longbottom geholfen seine Kröte wiederzufinden. Bereits in diesem kurzen Moment haben Harry (und auch Ron) gehofft, dass sie in Hogwarts nicht zu viel mit Hermine zu tun haben werden, da sie bereits nach diesem kurzen Auftritt im Zug Hermine als „Besserwisserin“ eingestuft haben.

In den ersten Wochen häufen sich negative Erinnerungen, die sich die beiden teilen, sodass sich die Beziehung der beiden immer weiter abkühlt. Nachdem Harry und Ron Hermine an Halloween vor dem fiesen Bergtroll gerettet haben, ändert sich schlagartig alles.

Die bis dato sich strickt an Regeln haltende und besserwissende Hexe Hermine zeigte ihre Dankbarkeit gegenüber Harry und Ron, indem sie instinktiv ihre eigene Hauslehrerin Professor McGonagall anlog. In diesem Moment änderte sich alles. In diesem Moment wurden die drei wahre Freunde.

ZauberstabÜber viele Jahre hinweg gab es wie in jeder Beziehung sehr gute, aber auch schlechte Momente. Momente, in denen sie sich enttäuscht haben, Momente – teilweise über viele Wochen hinweg – in denen sich beide gestritten haben.

Aber das macht doch eine Beziehung aus, oder? Die Beziehung der beiden beruht auf Vertrauen und Verlässlichkeit. Sie stand in vielen Momenten zu ihm, als es niemand tat. Ich erinnere mich noch sehr gut an das 4. Schuljahr der beiden.

Selbst Ron hatte sich von Harry abgewendet, weil dieser zu einem trimagischen Champion ernannt wurde. Niemand schien Harry zu glauben, dass er seinen Namen nicht selbst in das Rennen um die Auswahl der Champions gebracht hat. Nur 2 Personen glaubten ihm. Natürlich ist damit Hermine gemeint.

Harry hatte zwar die Unterstützung der anderen Gryffindors, allerdings ging es ihm nicht darum Unterstützung zu bekommen. Harry möchte kein Held für irgendjemanden sein. Harry brauchte in diesen schweren Zeiten Freunde auf die er sich verlassen konnte, weil sie ihm glauben. Dieses besondere Gefühl hat ihm (neben Hagrid) nur Hermine geben können.

Natürlich gab es auch Streit zwischen den beiden. Ein besonderes Beispiel ist Harrys Weihnachtsgeschenk von Sirius – ein Feuerblitz – im 3. Schuljahr. Als Harry zu Weihnachten  den besten Rennbesen der Welt anonym geschenkt bekommt, hat Hermine gut gemeinte Einwände und macht sich Sorgen. Ihre Sorge geht so weit, dass sie sogar Professor McGonagall davon erzählt, welche anschließend den Feuerblitz beschlagnahmt, um ihn auf versteckte Zauber zu überprüfen.

Harry und Ron sind stocksauer und wütend auf Hermine. Das ging sogar so weit, dass beide Zauberer die ganzen Ferien über mehrere Wochen hinweg nichts mehr mit Hermine unternommen haben. Als Harry seinen Feuerblitz ohne Probleme zurückbekommt, versucht sich Harry mit Hermine zu versöhnen. Beide werden allerdings von Ron unterbrochen, der mit einem blutigen Betttuch ins Zimmer kam und meinte, dass Krätze von Krummbein getötet wurde.

Nachdem die Sicherheitsvorkehrungen in Hogwarts wesentlich verschärft wurden, sind sich Harry und Ron einig, dass Harry weiterhin den Geheimgang nutzen kann, welcher im Keller des Honigtopfes endet. Einzig allein Hermine macht Druck und droht, den Plan an Professor McGonagall zu verraten, sollte er nicht einsichtig sein.

Das bedeutet wiederum, dass Harry zum allerersten Mal Hermine aktiv belügt und ihr etwas vorspielt. Durch den Tränen durchtränkten Brief von Hagrid, in dem er erklärt, dass Seidenschnabel hingerichtet werden soll, versöhnen sich alle Parteien wieder.

Über die gesamte Schulzeit hinweg hat Harry in Hermine allerdings eine besonders intelligente, loyale und mutige Freundin, die ihn in fast jedem seiner Vorhaben unterstützt. Hermine wiederum hat einen außergewöhnlichen Begleiter an ihrer Seite, der sie als Person zu schätzen weiß und sie mindestens genauso gut unterstützt.

Außerdem glaube ich, dass Harrys draufgängerische Art und Weise etwas Wildes und Rebellisches in Hermine geweckt hat, was ihr natürlich sehr gefiel. Beide Parteien geben sich also genau das, was sie eigentlich benötigen.

Einen sehr besonderen Moment der beiden gibt es am Ende des ersten Schuljahres. Harry und Hermine stehen vor der letzten Aufgabe von Professor Snape auf dem Weg zum Stein der Weisen.

Hermine konnte das Logikrätsel von Snape lösen und beide unterhalten sich noch kurz bevor Harry den Raum mit Professor Quirrell und Voldemort betritt. Hermine bemerkte in diesem Moment Harrys Unsicherheit und in diesem einen Moment brachen die Emotionen unkontrolliert aus ihr heraus.

Bücher! Schlauheit! Es gibt wichtigere Dinge – Freundschaft und Mut und – o Harry, sei vorsichtig!¹

Für mich war dies einer der schönsten Momente der beiden und vor allem auch einer der schönsten Momente des 1. Bandes. Ich glaube dieser eine Moment beschreibt die Beziehung der beiden sehr gut und trifft den Nagel auf den Kopf.

Wie sieht es mit der Liebe aus?

Viele Leser und Filmfans des Franchises haben sich bestimmt des Öfteren gewundert, warum aus Harry und Hermine kein Liebespaar geworden ist. So gab es gerade im ersten Film der Heiligtümer des Todes eine Szene, in der Harry und Hermine nach dem Verschwinden von Ron teils innig tanzen und es beinahe zu einem Kuss gekommen ist.

Dahinter steckt allerdings wiederum sehr viel Phantasie, denn eigentlich soll diese Szene einfach nur verdeutlichen, dass die beiden Freunde für einen Moment ihre Sorgen vergessen haben, wobei auch ich natürlich zugeben muss, dass es eindeutig ein romantischer Moment war.

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Dafür muss man verstehen, dass sich der Filmcharakter, den so viele Personen kennen und sich selbstverständlich dementsprechend mehr visuell vorstellen können, in vielen Dingen von dem Charakter aus den Büchern unterscheidet.

Hermine wird in den Büchern als leicht exzentrisches und besserwisserisches Mädchen mit zu großen Vorderzähnen und buschigem Haar beschrieben, welches in Bücher und Regeln vernarrt ist. Harry wiederum steht auf einen ganz anderen Typ Frau.

Harrys Typ Frau ist eher das sehr hübsche, etwas zierliche Mädchen, welches seine Begeisterung für magischen Sport (Quidditch) teilt. Das kann man zum Beispiel an Cho Chang und Ginny Weasley erkennen.

Das Problem an der Sache ist, dass man in Büchern viel mit Phantasie arbeitet und in Filmen eben gewisse Vorstellungen direkt beim Casting hat. So sind natürlich die Einschaltquoten viel höher, wenn die Hauptdarsteller optisch sehr attraktiv sind.

Emma Watson hat eine perfekte Hermine Granger abgegeben, versteht mich nicht falsch, allerdings ist die „Film Hermine“ optisch eben sehr viel hübscher als in den Büchern dargestellt, während Bonny Wright (Ginny Weasley) und Katie Leung (Cho Chang) zwar auch hübsche Frauen sind, allerdings in den Filmen nicht so hübsch wie in den Büchern dargestellt wurden.

Harry hat Hermine immer wie eine beste Freundin oder wie eine Schwester gesehen. Nie mehr und nie weniger. Meiner Meinung nach passen die beiden auch eher als Freunde zusammen, als das sie ein besseres Liebespaar abgeben.

Allerdings bedeutet das nicht, dass ich Ron als „Alternative“ Harry vorziehe. Ron gibt in meinen Augen eine noch schlechtere Wahl ab, aber das ist eine andere Geschichte. Ich hoffe, dass euch dieser kleine Beitrag gefallen und bedanke mich wie immer für eure Aufmerksamkeit. Bis zum nächsten Mal – euer Maurice.

¹  Rowling J. K., 2000, Harry Potter und der Stein der Weisen (23. Auflage), Carlsen Verlag GmbH

Hallo! Ich bin Maurice. Ich komme aus dem wunderschönen Magdeburg und wenn ich nicht gerade in CS:GO verzweifle, vertreibe ich mir meine Zeit mit meinem Blog und Web Design/Web Development.

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