Elon Musk möchte Twitter kaufen und danach ordentlich umstrukturieren. Dieser Umstand ist inzwischen wohl den meisten Menschen bekannt. Allerdings wird die geplante Übernahme durch das südafrikanische Unternehmensgenie nur von den wenigsten Usern positiv aufgenommen.

Schließlich dürfte den meisten durchaus bekannt sein, dass sich mit der Übernahme so einige Sachen gravierend ändern dürften. Die weltweit größte Nachrichtenagentur Reuters hat vor wenigen Tagen in einem Artikel die möglicherweise künftigen Änderungen näher beleuchtet.

Änderungen für mehr Meinungsfreiheit?

Dass Elon Musk das soziale Netzwerk „Twitter“ aufgrund der angeblich fehlenden Meinungsfreiheit kaufen möchte, ist von ihm selber öffentlich bestätigt worden. Diesen Umstand habe ich bereits in einem anderen Beitrag zu einer Alternative für Twitter aufgegriffen.

So werden sicherlich diverse Änderungen für „mehr Meinungsfreiheit“ vollzogen. Hier kann ich mir durchaus vorstellen, dass die Labels für Regierungsaccounts abgeschafft werden und dass z. B. die Sperre für Donald Trump aufgehoben wird.

Mehr Verdienst durch Einbettung von Tweets?

Die von Reuters aufgegriffenen Änderungen schießen meiner Meinung nach aber wirklich den Vogel ab. So plane Musk neue Möglichkeiten, mit Tweets Geld zu verdienen. Dies habe er Banken mitgeteilt, die ihn bei der Übernahme von Twitter finanziell unterstützen.

Die für mich – der Ausdruck tut mir leid – dümmste Änderung, ist die Gebühr für das Einbetten von Tweets. Ja, du hast richtig gehört. Dritte sollen in Zukunft eine Gebühr bezahlen, wenn sie Tweets von verifizierten Accounts in eine Website einbinden oder auch nur zitieren.

Einbettung von Tweets
Gebühren für die Einbettung von Tweets? In der Zukunft ist das möglich!

Das war bislang eigentlich gang und gäbe. Auch dies war einer der Gründe, warum Twitter in den Medien so viel Einfluss hatte. Die eingebetteten Tweets lassen sich nicht nur optisch gut in jede Website integrieren, sondern bieten den Lesern auch noch einen echten Mehrwert.

Sollte dies in Zukunft eine Gebühr kosten, wird das leider einiges ändern. Für kleinere Blogs ist dieser Umstand das Todesurteil für die Einbettung von Tweets. Für größere Nachrichtenmagazine ist dies nicht unbedingt das Ende, aber auch dort wird man es sich mehr als nur einmal überlegen, ob man darauf nicht verzichten möchte.

Auch frage ich mich ernsthaft, wie man dies überhaupt technisch umsetzen möchte. Wie wird das dann mit bereits eingebetteten Tweets laufen? Müssen Nachrichtenseiten wie „Der Spiegel“ ihre zehntausenden Artikel durchsuchen und alle Tweets entfernen oder in einem Schlag tausende US-Dollar an Gebühren nachzahlen? Um ehrlich zu sein weiß ich gar nicht, was man dazu noch sagen kann.

Weitere Änderungen

Allerdings soll das nicht die einzige Änderung sein. So plane er Tweets zu monetarisieren, die viral gehen oder wichtige Informationen beinhalten. In einem inzwischen gelöschten Tweet sprach er davon, dass er eine Reihe von Änderungen am Premiumdienst „Twitter Blue“ vornehmen wolle.

Auch wolle er etwa drei Millionen US-Dollar pro Jahr sparen, indem er die Gehälter der Vorstandsmitglieder von Twitter streicht. Zusätzlich plane man die Streichung von Jobs, um weitere Kosten zu sparen.

Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt, welche der geplanten Änderungen tatsächlich umgesetzt werden und vor allem, wie diese dann umgesetzt werden. Gerade in Bezug auf die Gebühren für das Einbetten von Tweets frage ich mich, was überhaupt rechtens ist?

Ich werde diesen Artikel bei neuen Erkenntnissen so schnell wie möglich aktualisieren – Maurice.

Möchtest du immer aktuell bleiben und automatisch über neue Beiträge informiert werden? Dann melde dich doch für meinen kostenfreien Newsletter an!

DSGVO (Pflichtfeld) *

Categorized in:

Tagged in:

, ,

Wenn dir mein Beitrag gefallen hat und du mich unterstützen möchtest, dann kannst du das bequem über Ko-Fi tun. Ko-Fi Donation