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Die geschlechtergerechte Schreibweise ist sehr umstritten. Sie hat definitiv ihre Berechtigung, allerdings stört sie viele Personen zum Beispiel beim Lesen von Straßenschildern, Artikeln in der Zeitung oder auch auf verschiedenen Webseiten.

Ich bin dort keine Ausnahme und daher zeige ich euch eine effektive und einfache Lösung in der Form eines Browser-Add-ons, mit der ihr das Problem umgehen könnt!

Was ist geschlechtergerechte Schreibweise?

Binnen-I ist das Zauberwort für geschlechtergerechte Schreibweise. Dadurch soll mehr Gleichberechtigung gegeben sein. Dabei wird einfach ein groß geschriebenes i in der Wortmitte eingefügt, umso direkt beide Geschlechter anzusprechen.

So wird aus Lehrer und Lehrerin LehrerIn. Ich bin ganz ehrlich. Ich habe früher einfach Lehrer und Lehrerin oder Arzt und Ärztin geschrieben. Im Grunde soll dadurch das generische Maskulinum abgelöst werden.

PfadfinderInnenheim
Binnen-I auf einem Wegweiser zu einem Pfadfinder­heim (Gablitz, Niederösterreich 2014) – Herzi PinkiCC BY-SA 3.0

Das kennst du nicht? Keine Sorge, ich bin 10 Jahre zur Schule gegangen und kannte diesen Begriff auch nicht, obwohl er einem natürlich jeden Tag begegnet.

Ich möchte hier ein Beispiel geben. Viele Bären leben in den Bergen. Das Wort Bär ist dabei das maskuline Substantiv, was sowohl für männliche Bären, als auch weibliche Bären steht. Laut der geschlechtergerechten Schreibweise müsste man jetzt den Satz folgendermaßen umschreiben. Viele BärInnen leben in den Bergen.

Das Gleiche gibt es natürlich in unterschiedlichen Varianten. So kann man unter anderem nicht nur LehrerIn, sondern auch Lehrer*in schreiben. Früher war auch eine Schreibweise mit einem Schrägstrich weitestgehend anerkannt.

Binnen-I be gone

Jetzt ist es leider so, dass diese Schreibweise definitiv nicht den Lesefluss fördert und von vielen Personen als störend empfunden wird. Sei ganz ehrlich! Findest du diesen Artikel leicht zu lesen?

Abhilfe schafft dort das Browser-Add-on Binnen-I be gone. Es verwandelt die mit einem I oder * geschriebenen Wörter wieder in ihre Ursprungsform zurück, sodass ihr den Artikel ohne größere Probleme lesen könnt.

Binnen-I be gone kann ebenfalls bei Doppelformen eingreifen und sogar nach Partizip- und Passivkonstruktionen filtern. Allerdings befindet sich letztere Funktion noch in der Betaphase und hat mit Sicherheit ein paar Bugs.

Das Add-on gibt es für Mozilla Firefox sowie für Google Chrome und ist somit für sämtliche aktuellen Browser erhältlich, da Edge und Opera Add-ons aus dem Chrome Web Store akzeptieren und unterstützen.

Ist das Add-on einmal installiert, ersetzt es automatisch alle erkannten Begriffe. Ich habe euch dazu auch ein kleines Gif erstellt (zum Abspielen auf das Bild klicken).

Add-on anschalten und ausschalten

Natürlich bietet das Add-on auch diverse Anpassungsmöglichkeiten. Mit einem Rechtsklick auf das Icon in der Browserleiste kommt ihr in die Optionen.

Dort könnt ihr nicht nur diverse Möglichkeiten der Filterung einzeln an und ausstellen, sondern auch das Icon farblich anpassen und euch weitere Informationen zu den Webseiten anzeigen lassen. So könnt ihr euch auch anzeigen lassen, wie oft das Plugin auf der Seite eingreifen musste.

Außerdem habt ihr die Möglichkeit bestimmte Webseiten von der Filterung auszuschließen (Blocklist) oder das Add-on nur auf bestimmten Webseiten arbeiten zu lassen (Allowlist). Also wenn euch eine Webseite bekannt ist, die ihr häufig nutzt und dort aufgrund der Schreibweise Probleme habt den Inhalt korrekt und einfach zu lesen, dann tragt diese Webseite dort ein. Alle anderen Webseiten sind dann nicht von der Filterung betroffen.

Fazit

Grundsätzlich ist es ein kleines, kaum bekanntes, aber sehr effektives Browser-Add-on, welches das tägliche Lesen und Arbeiten im Internet angenehmer gestaltet.

Das sehe übrigens nicht nur ich so, sondern auch hunderte weitere User des Add-ons. So wurde es im Firefox Add-on Store mit 4,8 von 5 Sternen (182 Bewertungen von 4.849 Nutzern) und im Chrome Web Store auch mit 4,8 von 5 Sternen (265 Bewertungen von über 10.000 Nutzern) bewertet.

Ich bedanke mich recht herzlich für eure Aufmerksamkeit und hoffe, dass euch der Beitrag gefallen hat. Bis zum nächsten Mal – euer Maurice!

Hallo! Ich bin Maurice. Ich komme aus dem wunderschönen Magdeburg und wenn ich nicht gerade in CS:GO verzweifle, vertreibe ich mir meine Zeit mit meinem Blog und Web Design/Web Development.

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