Hallo, lieber Leser. Du möchtest deinen WordPress Blog optimieren und dafür ein Plugin verwenden? Ich zeige dir, warum du dafür nur WP-Optimize und kein anderes Plugin brauchst.

Vorwort

Ich selber nutze selbstverständlich auch nur WP-Optimize. Das Plugin bietet dir sämtliche Funktionen, welche du für einen optimierten WordPress Blog brauchst. Das Problem bei anderen Plugins ist meistens, dass es nicht sämtliche wichtigen Funktionen abdeckt und man deswegen auf mehrere Plugins setzen müsste.

Was sollte man optimieren?

Zu aller erst sollte man sich überlegen, was man optimieren möchte und warum man dies tut. Dinge die ich immer optimieren würde, wären Bilder, der Cache und die Datenbank. Ich garantiere dir, dass WP-Optimize sämtliche Bereiche nahezu perfekt abdeckt.

Bilder

page sizeAnhand meines Beitrages „Wie du Self-Tracking von Google Analytics verhinderst“ siehst du, wie viel Impact Bilder auf die Ladezeit deiner Website haben. Zirka 13 % der Seitengröße welche geladen werden muss, gehen an die 4 oder 5 Bilder.

Dabei darfst du nicht vergessen, dass ich meine Bilder bereits optimiert habe und es ohne die Komprimierung und das Nutzen eines guten Dateiformates mindestens das doppelte wäre.

Genau dort ist das Problem. Meistens werden Bilder hochgeladen und genutzt, ohne auf das Dateiformat, die Dateigröße und die Komprimierung zu achten. Dabei kann man dort extrem viel optimieren und damit einiges an Ladezeit einsparen.

WP-Optimize bietet dir die Möglichkeit, durch den Komprimierungsdienst reSmush.it deine Bilder zu komprimieren. Insgesamt spare ich damit bestimmt mindestens 30-60 % pro Bild an Dateigröße ein.

Das Plugin bietet dir die 3 verschiedene Komprimierungsoptionen an.

  1. Maximale Komprimierung priorisieren
  2. Beibehaltung von Details priorisieren
  3. Individuell

komprimieren

Durch die erste Einstellung bekommst du eine maximale Komprimierung und damit extreme Einsparungen, allerdings leidet die Bildqualität darunter.

Ich selber nutze die zweite Einstellung. Wie bereits erwähnt, bekomme ich dabei trotzdem eine Einsparung von 30-60 % pro Bild und dabei ist kein Unterschied zwischen dem Originalbild und dem komprimierten Bild zu bemerken.

Die dritte Option muss ich glaube ich nicht weiter erklären. Stell den Wert einfach so ein, wie du es für richtig hältst. Frei nach dem Motto: Probieren geht über studieren.

Zusätzlich bietet dir WP-Optimize noch ein paar weitere Einstellungen. Zum einen hast du die Möglichkeit EXIF Daten in komprimierten Bildern zu behalten, falls du das wünschst und zum anderen, deine Originalbilder zu sichern, falls du kein lokales Backup hast.

Cache

Kommen wir zum wahrscheinlich wichtigsten Teil einer jeden Blog Optimierung, das Caching!

WordPress ist Datenbank gestützt aufgebaut. Das bedeutet, dass Inhalte, Einstellungen, ja eigentlich fast alles Wichtige in der Datenbank gespeichert wird. Dadurch werden Inhalte dynamisch generiert und bereitgestellt.

cachingDas hat natürlich viele Vorteile und ohne dieses System würde WordPress nicht so funktionieren, allerdings schießen dadurch die Requests beim Seitenaufbau nur so in die Höhe und das kostet Ladezeit!

Ein Caching-Plugin wie WP-Optimize eins ist, erstellt eine statische Version deiner Seiten, Blogeinträge usw., sodass die Anfragen massiv reduziert werden. Sollte ein neuer Beitrag oder eine neue Seite veröffentlicht werden, wird dein betroffener Cache dementsprechend neu generiert.

Dieses super Plugin bietet dir sämtliche Funktionen, die du dir wünschen kannst. Cache vorladen, Lebensdauer einstellen und separate Dateien für mobile Geräte.

Falls dein Webhoster Gzip-Komprimierung nicht standardmäßig auf den Servern zu laufen hat oder diese Funktion nicht durch ein anderes Plugin eingeschaltet wurde, kannst du das auch noch über das Plugin einschalten.

Ich habe leider keine Vergleichswerte gefunden, die genau auf WP-Optimize zugeschnitten sind, allerdings gibt es auf dem Blog von elementor.com einen guten Vergleich von 5 anderen Caching Plugins.

Aus der Tabelle mit den Ladezeiten kann man ableiten, dass es natürlich Unterschiede gibt, allerdings liegen die im Bereich der Millisekunden. Dementsprechend gehe ich davon aus, dass das bei WP-Optimize nicht anders ist.

Alles in allem darf man hier nicht vergessen, dass dieses Plugin auch sämtliche anderen Bereiche abdeckt, ohne das man ein zweites Plugin zusätzlich installieren muss. Das wäre zum Beispiel bei WP Rocket* der Fall.

Datenbank

Ich kann dir eines versprechen. Entwickler von Plugins kümmern sich nur um deinen Blog, wenn die Plugins aktiviert sind. Danach gehst du den meisten am Arsch vorbei, wenn ich das mal so sagen darf.

Während dem Aktivieren von Plugins werden in deiner Datenbank Tabellen angelegt, welche dann über die Wochen, Monate und Jahre mit vielen Daten gefüllt werden. Jetzt haben wir die Situation, dass wir Plugins wechseln und somit diese Daten in den Tabellen unnötig sind.

Ich habe das für diesen Beitrag noch einmal getestet. Ich habe mir eine Reihe von äußerst populären WordPress Plugins installiert. Welche Plugins das genau sind, erfährst du, wenn du den nächsten Spoiler öffnest.

Installierte Plugins

Contact Form 7, Cookie Notice & Compliance for GDPR / CCPA, GDPR Cookie Consent, Page Builder by SiteOrigin, Smush, TablePress, Wordfence Security, WP Super Cache und Yoast SEO

Ich habe sie einmal aktiviert und direkt wieder gelöscht. Jetzt schaue ich über WP-Optimize mal, welche Tabellen immer noch in der Datenbank zu finden sind, obwohl die Plugins nicht mal mehr auf dem Server installiert sind.

Ach so, ich habe natürlich überprüft, ob es eine Option gibt, die man extra auswählen muss, damit die Tabellen gelöscht werden (siehe Bild).

Schauen wir mal bei WP-Optimize rein. Anmerken muss ich, dass 2 Plugins ihre Tabellen nur gelöscht haben, weil ich das in den Einstellungen extra ausgewählt habe. Ansonsten wären es noch viel mehr Tabellen gewesen.

Insgesamt sind 13 Tabellen noch in der Datenbank, welche überhaupt nicht mehr genutzt werden. Solltet ihr diese Plugins über Wochen und Monate genutzt haben, bleibt dort ziemlich viel Ballast in der Datenbank, weswegen natürlich auch euer Pagespeed massiv leidet.

Plugins, welche die Tabellen leider nicht selber gelöscht haben sind CookieYes | GDPR Cookie Consent & Compliance Notice (CCPA Ready)Smush, Wordfence und Yoast SEO. Gerade bei Yoast SEO wird sich über eine längere Zeit einiges an Müll angesammelt haben.

tables

Ein echt schönes Feature von WP-Optimize ist, dass das Plugin direkt auch anzeigt, welche Plugins diese Tabellen normalerweise benutzen.

Wir können die Tabellen nun gefahrlos mithilfe des „Entfernen“ Buttons komplett löschen und unsere Datenbank damit entschlacken. Natürlich empfehle ich dir, vorher ein Datenbankbackup angefertigt zu haben.

Diese Datenbank Bereinigungsfunktion bezieht sich nicht nur auf Plugin Tabellen, sondern auch auf das Bereinigen von Beitrags-Revisionen, Beitrags-Entwürfen, Beiträge die im Papierkorb liegen, Spamkommentare die im Papierkorb liegen, ungenehmigte Kommentare (empfehle ich nicht), abgelaufenen transiente Optionen, Pingbacks, Trackbacks, Beitrags-Metadaten, Kommentar-Metadaten sowie verwaiste Bezugsdaten.

Extrem viele Möglichkeiten für uns, mithilfe von WP-Optimize unsere WordPress Datenbank wieder flottzumachen! Es gibt im Übrigen auch eine Möglichkeit, mit einem Cronjob diese Optimierungen automatisch ausführen zu lassen.

optimierung

Minimieren

Der letzte Punkt unserer Liste ist das Minimieren von Scripten und Dateien. WP-Optimize bietet dir die Möglichkeit durch das Aktivieren der Minimierungsoption JavaScript und CSS Dateien zusammenzulegen und HTML Code zu minimieren.

Durch das Zusammenlegen von sämtlichen JavaScript Dateien (das Gleiche gilt für die CSS Dateien) werden die Anzahl der Anfragen beim Laden einer Seite reduziert und somit wird Ladezeit eingespart.

Beim Komprimieren des HTML Codes, werden Leerzeichen und Kommentare entfernt, sodass auch hier Ladezeit eingespart wird.

minimierenEbenfalls hast du die Option, JavaScript und CSS Dateien sowie Google Fonts und Font Awesome verzögert zu laden. Dadurch sparst du Ladezeit und dein Seiteninhalt wird früher dargestellt.

Des Weiteren bietet dir WP-Optimize weitere Einstellungsmöglichkeiten.  Dazu zählen unter anderem „Minimierung für angemeldete Benutzer deaktivieren„, „Meta-Informationen vom Seiten-Header entfernen“ und „Standard-WordPress- und TinyMCE-Icons entfernen„.

Einmal als Premium-Plugin bitte!

Natürlich gibt es WP-Optimize auch als Premium-Plugin. Für 33,00 € pro Jahr bekommst du eine Premium Lizenz für 2 Seiten! Du hast richtig gehört. Eine der vielen Besonderheiten des Herstellers.

Die Premium-Version beinhaltet extrem viele Zusatzfunktionen. Selbstverständlich einige zusätzliche Möglichkeiten deine Website zu optimieren, du kannst „Lazy Loading“ einstellen und erweiterter Support für WooCommerce Stores.

Eine volle Funktionsliste der Premium-Version findest du auf der Website*.

Fazit

Kommen wir zum Fazit. Wenn ich sämtliche Funktionen und meine Meinung in einem Wort zusammenfassen würde, dann wäre das „Extraklasse„!

WP-Optimize bietet dir alles, was du brauchst, um deine Website zu optimieren. Das Plugin verspricht dir schnelle Ladezeiten durch komprimierte Bilder, eine aufgeräumte Datenbank, das Minimieren von HTML, CSS und JavaScript und starkem Caching.

Ich hoffe, dir hat mein Beitrag gefallen. Ich wünsche dir noch einen schönen Tag und bis zum nächsten Mal! Maurice 🙂

* Hinweis: Die mit Sternchen (*) gekennzeichneten Links sind sogenannte Affiliate-Links. Wenn du auf einen Affiliate-Link klickst und über diesen Link einkaufst, bekomme ich von dem betreffenden Online-Shop oder Anbieter eine Provision. Für dich verändert sich der Preis nicht.